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13. Juni 2014: SPD: Strohmeier-Nachfolger muss fachlich qualifiziert sein

Baudirektor Strohmeier scheidet Ende Oktober aus den Diensten der Stadt Einbeck aus und tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Zu seinen Aufgaben gehört die Leitung des Bauamtes mit den Schwerpunkten Stadtplanung, Innenstadtentwicklung, Denkmalspflege, Sanierung und Instandhaltung der stadteigenen Immobilien.

In den langen Jahren seiner Tätigkeit in dieser Position, ist es ihm gelungen dem Bauamt und der Stadt im Wortsinn seinen Stempel aufzudrücken. Der Rat und die Bürgermeister haben von der großen Erfahrung und hohen Sachkenntnis profitieren können. „Wir möchten Herrn Strohmeier an dieser Stelle ausdrücklich für sein überdurchschnittliches Engagement danken.“ so die Fraktionsvorsitzende Margrit Cludius-Brandt. Der SPD ist es bewusst, dass ein Nachfolger viel Kraft und Zeit benötigt, um in diese verantwortungsvolle Position hineinwachsen zu können. Deshalb habe sie seit September 2013 regelmäßig auf eine Nachfolgeregelung gedrängt. Wir halten eine Einarbeitung, zumal in die laufenden Projekte, für zwingend erforderlich.

Bedauerlicherweise hat sich die Verwaltungsspitze diesem Thema viel zu spät und halbherzig gewidmet und das Einstellungsverfahren eingeleitet. Hierbei wurde mindestens ein halbes Jahr vertrödelt.

Ein Einstellungsverfahren verläuft zu Recht in nichtöffentlichen Sitzungen, u.a. um die Bewerber zu schützen. Die CDU hat nunmehr diesen Weg verlassen und sich öffentlich dazu geäußert, aber wie immer Tatsachen verdreht oder verschwiegen.

Im Vorfeld der Stellenausschreibung haben sich Politik und Verwaltung über das Anforderungsprofil geeinigt und demgemäß die Ausschreibung formuliert.
Aus dem Bewerberpool hatte man sich im Personalausschuss zunächst auf drei Kandidaten geeinigt, die sich dann im Verwaltungsausschuss vorgestellt haben. Auf ausdrücklichen Wunsch einer Fraktion wurde die Entscheidung jedoch vertagt, erklärte der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Marcus Seidel.

Unmittelbar vor der tatsächlichen Entscheidung im nächsten Ausschuss teilte die Bürgermeisterin überraschenderweise informell einem kleinen Kreis mit, das Einvernehmen mit dem stärksten Bewerber nicht herstellen zu wollen. Eine sachliche Begründung: Fehlanzeige. Gespräche mit den Entscheidungsträgern zu führen, oder diese überhaupt offiziell zu informieren hielt die Bürgermeisterin für nicht erforderlich.

Fakt ist zunächst, dass es einen deutlichen, mehrheitlichen Beschluss des Verwaltungsausschusses für einen qualifizierten Bewerber gibt, der sowohl Fachkenntnisse als auch Führungserfahrung hat. Fakt ist auch, dass es keine Informationen darüber gibt, wie die Bürgermeisterin mit diesem Beschluss umgegangen ist.

Der normale Weg wäre, dem Bewerber die Entscheidung mitzuteilen und dessen Antwort abzuwarten. Oder die Bürgermeisterin stellt das Einvernehmen nicht her, lehnt also den Kandidaten ab. In diesem Falle müsste dieses offiziell mitgeteilt werden. Das ist bisher nicht geschehen. Und wie üblich: Politik ist wieder einmal nicht informiert.

Aber Eile scheint wohl auch nicht geboten, es sind ja erst zwei Wochen seit dieser Entscheidung vergangen. Was also will die CDU? Was will die Bürgermeisterin?

Einvernehmliche Entscheidungen wie sie von der CDU öffentlich eingefordert werden, entstehen sicher nicht über Diskussionen in der Presse. Die „Funkstille“ von Seiten der Bürgermeisterin, die offenbar Schwierigkeiten hat, mit Politik zu kommunizieren, ist da auch nicht hilfreich.

Die Stelle des Fachbereichsleiters muss jedenfalls nach Meinung der SPD mit einer fachlich qualifizierte Person mit der nötigen Berufserfahrung besetzt werden, um gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die besten Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt Einbeck zu finden, auch wenn dazu eine erneute Ausschreibung nötig werden sollte. Eine Einarbeitung ist aufgrund der Untätigkeit der Bürgermeisterin aus Zeitgründen sowieso nicht mehr möglich.

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