SPD und Grüne im Rat der Stadt Einbeck

Mehr Mitbestimmung für Jung und Alt – SPD und Grüne stärken Jugendparlament und Seniorenrat
Einbeck. Die SPD-Fraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Einbeck setzen sich für eine stärkere und verbindlichere Beteiligung des Jugendparlaments und des Einbecker Seniorenrates an der kommunalpolitischen Arbeit ein. Beide Gremien sollen in der kommenden Wahlperiode einen festen Tagesordnungspunkt im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales erhalten.

Damit soll eine neue Form der Beteiligung geschaffen werden. Anstatt Vertreterinnen und Vertreter der beiden Gremien auf verschiedene Fachausschüsse zu verteilen, erhalten das Jugendparlament und der Seniorenrat künftig regelmäßig die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse, Ideen und Vorschläge gebündelt im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales vorzustellen.

Betreffen die eingebrachten Themen die Zuständigkeit anderer Fachausschüsse, sollen sie zur weiteren Beratung und gegebenenfalls Beschlussfassung an die entsprechenden Ausschüsse weitergeleitet werden.

„Uns ist wichtig, dass die Arbeit des Jugendparlaments und des Seniorenrates nicht nur gehört wird, sondern auch konkrete politische Wirkung entfalten kann. Beide Gremien leisten wertvolle Arbeit für unsere Stadt und verdienen einen festen Platz in den politischen Beratungen“, erklären Eunice Schenitzki (SPD) und Hanna Fleetwood (Bündnis 90/Die Grünen).

Das Jugendparlament soll eigene Projekte auch finanziell umsetzen können
Eunice Schenitzki verweist in diesem Zusammenhang auf den SPD-Antrag vom 27. August 2026. Dieser sieht vor, die Einnahmen der Stadt Einbeck aus § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aus den Jahren 2025 und 2026 vollständig dem Jugendparlament zur Verfügung zu stellen.

Ein konkretes Vorhaben ist die Gestaltung des von Hendriks Probst vorgestellten multifunktionalen Platzes. Die bereits unter dem entsprechenden Haushaltstitel zur Verfügung stehenden Mittel sollen einen Einstieg in die Umsetzung dieses Projektes ermöglichen.

„Wenn wir junge Menschen für Demokratie und kommunalpolitisches Engagement begeistern wollen, müssen wir ihnen auch die Möglichkeit geben, eigene Ideen tatsächlich umzusetzen. Beteiligung darf nicht bei guten Gesprächen stehen bleiben. Junge Menschen müssen erleben können, dass ihre Vorschläge ernst genommen werden und daraus konkrete Verbesserungen für unsere Stadt entstehen“, betont Eunice Schenitzki (SPD).

Mit der vorgesehenen Finanzierung könne Einbeck ein deutliches Zeichen für junge Menschen und Familien setzen. Gleichzeitig zeige das Vorhaben, wie Jugendbeteiligung mit echten Gestaltungsmöglichkeiten verbunden werden könne, ohne zusätzliche Belastungen für den städtischen Haushalt zu schaffen.

„Ein lebenswertes Einbeck braucht die Ideen und das Engagement seiner jungen Menschen. Wer Verantwortung übernimmt und sich für die Zukunft unserer Stadt einsetzt, sollte auch die Möglichkeit bekommen, etwas zu bewegen. Das ist ein wichtiger Schritt für eine lebendige Demokratie vor Ort“, ergänzt Hanna Fleetwood (Bündnis 90/Die Grünen).

Auch der Seniorenrat erhält einen festen Platz in den Beratungen
Das neue Beteiligungsformat soll gleichermaßen den Einbecker Seniorenrat stärken. Dieser berät weiterhin eigenständig in seinen Sitzungen über Themen, Wünsche und konkrete Maßnahmen für ältere Menschen in Einbeck.

Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse können anschließend durch eine Vertreterin oder einen Vertreter im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales vorgestellt werden. Soweit andere Fachausschüsse zuständig sind, sollen die Vorschläge dort weiterberaten und gegebenenfalls zur Entscheidung gebracht werden.

Damit erhalten sowohl die jüngere als auch die ältere Generation einen verlässlichen Weg, ihre Anliegen in die kommunalpolitischen Entscheidungsprozesse einzubringen.

Gerechte Beteiligung und mehr Verbindlichkeit
Für Eunice Schenitzki und Hanna Fleetwood ist dieses Format ein gerechterer und transparenterer Weg der politischen Beteiligung.
„Jugendparlament und Seniorenrat sollen ihre Themen selbst entwickeln, ihre Schwerpunkte eigenständig setzen und ihre Ergebnisse direkt in die politische Beratung einbringen können. Entscheidend ist, dass ihre Vorschläge nicht ins Leere laufen, sondern in den zuständigen Gremien weiterbehandelt werden.“

Beide Fraktionen sehen darin einen wichtigen Beitrag zu einer generationengerechten Kommunalpolitik.
„Einbeck lebt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Alter. Wer sich einbringt, muss auch Gehör finden und mitgestalten können. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen“, erklären Eunice Schenitzki und Hanna Fleetwood abschließend.

SPD-Fraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Einbeck